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Kernkraftwerk Ringhals

Kernkraftwerk Ringhals
Ringhals gehört zu 70,4 Prozent Vattenfall und zu 29,6 Prozent E.ON Kärnkraft Sverige AB. Das Kraftwerk ist eine der größten Arbeitsstätten in der Provinz Halland im südwestlichen Schweden. Es liegt ungefähr 60 Kilometer südlich von Göteburg. Ringhals deckt rund ein Fünftel des gesamten Energieverbrauchs in Schweden ab.

Reaktoren

Ringhals besteht aus vier Reaktoren und ist eines der wenigen Kernkraftwerke, die über Siede- und Druckwasserreaktoren verfügen.

Der erst Reaktor (R1) ist ein Siedewasserreaktor von Asea-Atom mit einer Kapazität von 865 MW. Er ist seit Januar 1976 in Betrieb.

Die anderen drei Reaktoren (R2, R3 und R4) sind Druckwasserreaktoren der Firma Westinghouse. Der Reaktor R2 mit einer Kapazität von 865 MW ging im Mai 1975 in Betrieb, R3 mit 1.047 MW im September 1981 und R4 mit 940 MW im November 1983.

Geschichte

Die Geschichte von Ringhals geht bis ins Jahr 1965 zurück, als Vattenfall begann, Land auf der Halbinsel Värö zu erwerben. In den Jahren danach folgten Ausschreibungen für einen Siede- und einen Druckwasserreaktor. 1968 wurden Bau und Betrieb des Kernkraftwerks vom schwedischen König genehmigt. Die Ausschreibung für den Siedewasserreaktor gewann Asea-Atom, der Auftrag für den Druckwasserreaktor wurde an Westinghouse vergeben. Der Bau in Ringhals begann 1970. 1972 war die Baustelle eine der größten Arbeitsstätten in Europa: 3.200 Mitarbeiter waren dort beschäftigt. Der kommerzielle Betrieb in Ringhals begann mit dem zweiten Reaktor im Jahr 1975. In den folgenden Jahren gingen auch die anderen Reaktoren ans Netz.

1998 erreichte Ringhals einen Meilenstein: Das Kernkraftwerk hatte 400 TWh Strom produziert. Zu dieser Zeit waren das zehn Prozent der gesamten in Schweden verbrauchten Elektrizität seit Einführung der Glühbirne zu Beginn des 20. Jahrhunderts. 2004 stellte Ringhals einen Rekord in der Stromproduktion auf: 28 TWh Strom waren in Schweden erzeugt worden.