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Kernkraftwerk Krümmel

Kernkraftwerk Krümmel
Das Kernkraftwerk Krümmel liegt in Geesthacht, 30 Kilometer südöstlich von Hamburg. Das Kraftwerk, mit dessen Bau im Jahr 1974 begonnen wurde, ging 1984 ans Netz. Eigentümer sind Vattenfall (50 Prozent) und E.ON (50 Prozent), wobei Vattenfall für den Kraftwerksbetrieb verantwortlich zeichnet. In Deutschland hält Vattenfall Anteile der Kernkraftwerke Brunsbüttel, Krümmel und Brokdorf*.

Deutschlands Atomausstiegsgesetz

Im Dezember 2010 hatte die Bundesregierung beschlossen, die Laufzeit aller Kernkraftwerke in Deutschland um durchschnittlich 12 Jahre zu verlängern. Nach dem Nuklearunfall in Fukushima wurde diese Entscheidung jedoch grundlegend revidiert. Zunächst verhängte die Bundesregierung bis Juni 2011 ein Moratorium. In dieser Zeit mussten die sieben ältesten Kernkraftwerke und Krümmel vom Netz genommen werden. Im August 2011 trat die 13 Änderung des Atomgesetzes in Kraft und unterstrich die politische Bereitschaft in Deutschland aus der Atomenergie auszusteigen. Infolgedessen wurden acht der 17 Kernkraftwerke (inklusive Krümmel und Brunsbüttel) sofort und endgültig vom Netz genommen. Die verbleibenden neun werden schrittweise bis Ende 2022 stillgelegt. 

Fakten zum Kernkraftwerk Krümmel und seiner Geschichte 

Das Kernkraftwerk Krümmel liegt in Geesthacht, 30 Kilometer südöstlich von Hamburg. Das Kraftwerk, mit dessen Bau im Jahr 1974 begonnen wurde, ging 1984 ans Netz. Eigentümer sind Vattenfall (50 Prozent) und E.ON (50 Prozent), wobei Vattenfall für den Kraftwerksbetrieb verantwortlich zeichnet. In Deutschland hält Vattenfall Anteile der Kernkraftwerke Brunsbüttel, Krümmel und Brokdorf*. 

Das Kernkraftwerk Krümmel hat von seiner Inbetriebnahme im September 1983 bis zum Erlöschen der Betriebsgenehmigung  im August 2011 eine  Netto-Leistung von 201.712.092,40 MWh erzeugt.

Das Kernkraftwerk ist mit einem Siedewasserreaktor von Kraftwerk Union ausgestattet. Der Reaktorkern des Kraftwerks Krümmel besteht aus 840 Brennelementen aus dem Kernbrennstoff Uran. Die Wärme wird durch eine Kernspaltung im Reaktorkern erzeugt, wodurch das Kühlwasser zum Siedepunkt gebracht wird und zum Teil verdampft. Der Dampf treibt eine Turbine an, die wiederum einen Generator antreibt. Danach wird der Dampf in einem Kondensator heruntergekühlt und wieder in flüssiges Wasser verwandelt. Das Kühlwasser für den Turbinenkondensator stammt aus der Elbe in der Nähe des Kraftwerks. 

* Vattenfall ist mit 20 Prozent der Anteile Minderheitsaktionär des Kraftwerks Brokdorf.