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Horns Rev 1

Offshore-Windpark Horns Rev
Von der Westküste Jütlands in Dänemark aus mit Blick auf den Horizont lässt sich einer der größten Offshore-Windparks der Welt ausmachen, kaum 20 Kilometer vor der Küste in der Nordsee. Dort am Sandriff Horns Rev herrschen ideale Windbedingungen für die Erzeugung von Windkraft.

Horns Rev 1 – technischer Nutzen

Der Windpark Horns Rev 1 ist ein wichtiger Schritt, um Vattenfalls Ziel einer Vervielfachung der Windkraftleistung in den kommenden zehn bis 15 Jahren zu erreichen. Der Windpark entspricht außerdem der Zielsetzung der dänischen Regierung, mehr Strom durch Offshore-Windparks zu erzeugen. 

Ein Offshore-Windpark kann fast doppelt so viel Strom erzeugen wie ein ähnlicher Windpark an Land, da die Offshore-Bedingungen besser sind. Am Horns Rev bläst der Wind mit einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von zehn Metern pro Sekunde. Dadurch werden ideale Bedingungen für die Erzeugung von Windkraft geschaffen. Eine begrenzte Wassertiefe ist ebenfalls ein wichtiger Faktor, der sicherstellt, dass der Bau eines Windparks nicht unverhältnismäßig teuer wird. Je tiefer das Wasser, desto kostspieliger das Projekt. Am Horns Rev liegt die Wassertiefe in einem Bereich von sechs bis 14 Metern. 

Um die Kapazität jeder Windturbine maximal nutzen zu können, wurden sie in einem Abstand von 560 Metern zueinander errichtet. Die 80 Turbinen nehmen eine Gesamtfläche von 20 Quadratkilometern ein. 

Die 39 Meter langen Turbinenblätter drehen sich seit 2002 und verfügen über eine Gesamtleistung von 160 MW.

Die Windturbinen sind über ein 33-Kilovolt-Kabelsystem miteinander verbunden. Der erzeugte Strom wird zu einer Transformatorenplattform am Rand des Offshore-Windparks geleitet. Dort wird die Spannung auf 150 kV hochtransformiert. Anschließend wird der Strom über ein 21 Kilometer langes Unterwasserkabel zum Hvidbjerg Strand geleitet. 

Das in Norwegen hergestellte Unterwasserkabel ist das erste mit Kunststoff isolierte 150-kV-Kabel der Welt. Mit einem Durchmesser von 19,2 Zentimetern ist es außerdem das dickste Unterwasserkabel, das je gefertigt wurde.